Begleitung in Zeiten der Trauer – ein wesentlicher Bestandteil
der Hospizarbeit
Der Tod eines nahe stehenden Menschen löst viele unterschiedliche Reaktionen und Gefühle aus, die häufig zu Verunsicherung und Verzweiflung führen.
Der Trauernde muss sich in einer Umgebung zurechtfinden, in der alles verändert ist, in der nichts mehr so ist, wie es war.
Die natürliche Reaktion darauf ist die Trauer. Dieses starke Gefühl trifft uns Menschen in unserem gesamten Wesen – mit Körper, Geist und Seele.
Wir leben jedoch in einer Kultur, in der Trauer kaum mehr einen Platz hat. Häufig ist es nicht erwünscht, dass Hinterbliebene offen ihren Schmerz zeigen – schon gar nicht über einen längeren Zeitraum.
Mit dem Treffpunkt Trauer und Begegnung möchte die Ambulante Hospizgruppe Verl einen Ort anbieten, an dem Trauer nicht als störend oder verstörend empfunden wird, sondern als eine natürliche Reaktion auf einen Verlust angesehen wird.
Trauernde Menschen können hier in geschützter Atmosphäre unter fachlicher Begleitung über ihre Erfahrungen und das, was sie bewegt mit anderen Betroffenen ins Gespräch kommen und sich austauschen. Sie können über den Verstorbenen und ihre Trauer sprechen oder auch zuhören und schweigen. Trauernde Menschen erfahren häufig Entlastung durch das Gespräch, können Solidarität erleben und Unterstützung für die Bewältigung der neuen Lebenssituation finden.
Das Treffen ist offen für Menschen, die eine Verlustsituation erleben – unabhängig von Alter, Konfession und Weltanschauung und unabhängig davon, wie lange der Verlust zurück liegt.
Auf Wunsch werden auch Einzelgespräche angeboten.
Das Treffen findet jeweils am letzten Dienstag im Monat in einem separaten Raum im Cafe Klüter, Bürmannstr.10 in Verl von 16.00-18.00 statt.
Ansprechpartnerin: Ute Schröder
Tel. 05246 / 700315, E-Mail: info@hospizgruppe-verl.de
„Bedenkt: Den eigenen Tod, den stirbt man nur; doch mit dem Tod des andern, muss man weiter leben“
Mascha Kaleko

